Profil

Referenzen

Energieberatung

Energieausweis

Bauphysik

Impressum

Links
 

Körperschallübertragung von haustechnischen Anlagen

Der Körperschall der hier behandelt werden soll, stammt von haustechnischen Anlagen wie z.B. Aufzüge, Ventilatoren, Kühlaggregate, Rolladen, Garagentore etc.

Während die Lufschallübertragung bzw. Ihr Luftschalldämm – Maß nach DIN 4109 vorausberechnet werden kann, ist dies mit Körperschall (mit Ausnahme von Trittschall) noch nicht möglich. Weiterhin ist es nicht möglich, bei Überschreitung von Grenzwerten, die in der DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ bauaufsichtlich festgelegt sind bzw. nach VDI 4100 vereinbart werden können, abzuleiten, ob die unbefriedigenden Werte auf eine schalltechnisch mangelhafte haustechnische Anlage, oder auf ein zu geringes Körperschalldämm–Maß der beteiligten Wände bzw. auf eine unvorteilhafte Kombination aus beiden Komponenten zurückzuführen ist.

Um die Körperschallübertragung in Zukunft berechnen zu können wurde eine Berechnungsformel für die Prognose von Körperschalldämm-Maße RKS mit Hilfe des Reziprozitätsprinzipes hergeleitet, die eine Vorausberechnung des Pegels von haustechnischen Anlagen anhand von Grundrisssituationen und Bauteileigenschaften im Planungsstadium ermöglicht.

Formel für die Berechnung des RKS:

Des Weiteren wurden einfache Grundrisssituationen untersucht, die Übertragungsmöglichkeiten für Körperschall von haustechnischen Anlagen in fremde Aufenthaltsräume darstellen können. Dies soll eine Grundlage für die Konzeption eines Bauteilkataloges für typische Übertragungsfunktionen sein.

Es konnte – in den Frequenzbereichen von ca. 200 Hz bis 2000 Hz - gezeigt werden, dass die Berechnungen mit der theoretisch hergeleiteten Formel für das Körperschallempfindlichkeitsdämm-Maß nicht mehr als 2 bis 3 dB, von den gemittelten Ergebnissen der messtechnisch untersuchten Grundrisssituationen der homogen Bauteile, abwichen. Die Trittschallformel nach DIN 12354 Teil 2 wurde ebenfalls mit der vom Reziprozitätsprinzip abgeleiteten Berechungsformel und den Messwerten verglichen, dabei ist je nach Gewichtsverhältnissen der Trenn-und Flankenbauteile eine höhere Abweichung zu den Messwerten festgestellt worden.

Für die Beurteilung von haustechnischen Anlagen mit impulshaltigen Geräuschen wurde am Beispiel eines WC-Inststallationsgeräusches, der Zeit-Pegel-Verlauf in definierte Abschnitte frequenzabhängig unterteilt und diese mit Hilfe der Pegelstatistik ausgewertet. Die Ergebnisse wurden dann mit den Vorgehensweisen der DIN 4109 verglichen und Vorschläge für eine praxisnahe Bewertung von impulshaltigen Geräuschen gemacht.

Weiterhin wurden mit Hilfe der Reziprozitätsbetrachtungen von Buhlert Wechselpunktkräfte von einer WC-Installation und einer Armatur messtechnisch bestimmt. Mit diesen Kraftpegeln wurden dann mit Hilfe der Körperschallempfindlichkeitsdämm-Maße des Bauteilkataloges die Luftschallpegel im zu schützenden Wohnraum berechnet. Damit ist in der Planungsphase die Möglichkeit gegeben, den Luftschall im Bezugsraum anhand der Bauteileigenschaften und der Grundrisssituation zu prognostizieren.

 

 

 

Hoppe Consult- Ingenieurbüro für Bauphysik - Steinbruchweg 8/2- 72119 Ammerbuch (zw. Tübingen, Rottenburg u. Herrenberg)
Tel.: 07073/8363010 - Fax: 07073/8363019 -
bauphysik@hoppe-consult.de